
Innentüren fallen im Alltag kaum auf — bis eine klemmt, schlägt oder als einzige noch die Farbe der Vorbesitzer trägt. Der Tausch ist deutlich weniger aufwendig als bei Fenstern, hat aber eigene Fallstricke.
Nur das Türblatt oder komplett mit Zarge?
Ist die vorhandene Zarge gerade, fest und optisch in Ordnung, kann ein neues Türblatt genügen — vorausgesetzt, die Maße und die Lage der Bänder passen. Sobald die Zarge beschädigt, verzogen oder farblich nicht mehr gewollt ist, wird komplett getauscht. Das ist die saubere, aber auch die aufwendigere Variante, weil die Laibung dabei mitspielt.
Was beim Aufmaß aufgenommen wird
- Wandstärke und Rohbaumaß der Öffnung
- Vorhandene Zarge: Zustand, Maß, Befestigung
- Anschlagrichtung — nach welcher Seite die Tür öffnet
- Bodenbelag und der Abstand zwischen Türblatt und Boden
- Gewünschte Griffe und Beschläge
Der Boden entscheidet mit
Wird gleichzeitig ein neuer Bodenbelag verlegt, sollte die Reihenfolge vorher feststehen. Eine Tür, die für den alten Boden gefertigt wurde, schleift auf dem neuen — und ein zu großer Spalt sieht ebenso unschön aus, wie er Geräusche durchlässt.
Optik im Zusammenhang denken
Türen wirken als Reihe, nicht einzeln. Wer nur eine tauscht, sieht das Ergebnis im Flur sofort. Deshalb lohnt es sich, alle Türen einer Etage gemeinsam zu betrachten — und die Oberfläche mit Boden und Haustür abzustimmen. Wir planen Fenster, Haustür und Innentüren auf Wunsch in einem Zug.


