
Das Dreh-Kipp-Fenster ist so verbreitet, dass kaum jemand darüber nachdenkt. Dabei entscheidet die Bedienung darüber, wie lange der Beschlag leichtgängig bleibt — und wie gut das Lüften funktioniert.
Die drei Griffstellungen
- Griff nach unten: Das Fenster ist verriegelt und geschlossen
- Griff waagerecht: Der Flügel lässt sich zur Seite öffnen
- Griff nach oben: Der Flügel kippt oben nach innen
Der Handgriff, den man sich sparen sollte
Den Griff drehen, während der Flügel bereits gekippt oder geöffnet ist — das ist die häufigste Fehlbedienung. Die meisten Beschläge haben dafür eine Sicherung, mit Kraft und Schwung lässt sich der Flügel trotzdem aus der Führung bringen. Wenn es hakt: Flügel andrücken, Griff sanft weiterdrehen, nicht ruckeln.
Kippen ist kein Lüften
Ein dauerhaft gekipptes Fenster tauscht wenig Luft, kühlt dafür aber die Laibung dauerhaft aus — genau dort entsteht dann Feuchtigkeit. Wirksamer ist kurzes, weites Öffnen mehrmals am Tag. Das bringt in wenigen Minuten die Luft im Raum vollständig um.
Wenn der Flügel schleift oder klemmt
Beschläge lassen sich nachstellen, das gehört zur normalen Instandhaltung eines Fensters. Wenn ein Flügel schleift, sollte man nicht warten, bis er sich gar nicht mehr schließen lässt — bis dahin hat meist auch die Dichtung gelitten.


